Zurück zu allen Interventionen

GAD-7

Validiertes Screening-Instrument mit 7 Items zur Erkennung einer generalisierten Angststörung und zur Messung des Schweregrads von Angstsymptomen.
Screener

Zusammenfassung und Aufbau

Der GAD-7 (Generalized Anxiety Disorder-7) ist ein kurzer Selbstbeurteilungsfragebogen zum Screening der generalisierten Angststörung und zur Messung des Schweregrads von Angstsymptomen. Er wurde von Spitzer, Kroenke, Williams und Löwe (2006) entwickelt und basiert auf den DSM-IV-Kriterien der generalisierten Angststörung.

Jedes der sieben Items fragt, wie oft sich die befragte Person in den letzten zwei Wochen durch ein bestimmtes Problem beeinträchtigt fühlte, mit Antwortmöglichkeiten von «überhaupt nicht» (0) bis «beinahe jeden Tag» (3). Der Gesamtwert reicht von 0 bis 21, wobei höhere Werte auf eine stärkere Angstsymptomatik hinweisen.

Die Cut-off-Werte werden üblicherweise wie folgt interpretiert:

0–4 = minimale Angst

5–9 = leichte Angst

10–14 = mittelgradige Angst

15–21 = schwere Angst

Obwohl der GAD-7 für die generalisierte Angststörung entwickelt wurde, eignet er sich auch gut als Screening für Panikstörung, soziale Angststörung und posttraumatische Belastungsstörung.

Eckdaten

Altersgruppe: Erwachsene (≥18 Jahre)

Bearbeitungszeit: ca. 1–2 Minuten

Sprachen in SwissDTx: Deutsch, Französisch, Englisch

Verwendungszweck

Der GAD-7 ist für das Screening und die Verlaufsmessung von Angst in der Grundversorgung, Psychotherapie, Psychiatrie, Arbeitsmedizin und Forschung vorgesehen. Ein Gesamtwert von 10 oder höher gilt als empfohlene Schwelle für eine weitere diagnostische Abklärung.

Weil er kurz ist und Veränderungen gut abbildet, eignet sich der GAD-7 für wiederholte Messungen. Das macht ihn wertvoll in Blended-Care-Settings, in denen sich Symptomveränderungen zwischen den Sitzungen verfolgen und besprechen lassen.

Hinweise für Fachpersonen

Der GAD-7 ist ein Screening- und Schweregradinstrument, kein Diagnoseinstrument. Ein auffälliges Ergebnis sollte immer zu einer klinischen Abklärung führen.

In SwissDTx werden Gesamtwert und Schweregrad automatisch berechnet und im Care Cockpit als Verlaufskurve dargestellt. Eine klinisch relevante Verschlechterung wird der behandelnden Fachperson angezeigt.

Autoren

Robert L. Spitzer

Kurt Kroenke

Janet B.W. Williams

Bernd Löwe

Wissenschaftliche Referenzen

Spitzer R.L., Kroenke K., Williams J.B.W., & Löwe B. (2006). A brief measure for assessing generalized anxiety disorder: the GAD-7. Archives of Internal Medicine, 166(10), 1092–1097. https://doi.org/10.1001/archinte.166.10.1092

Kroenke K., Spitzer R.L., Williams J.B.W., Monahan P.O., & Löwe B. (2007). Anxiety disorders in primary care: prevalence, impairment, comorbidity, and detection. Annals of Internal Medicine, 146(5), 317–325. https://doi.org/10.7326/0003-4819-146-5-200703060-00004

Lizenz

Developed by Drs. Robert L. Spitzer, Janet B.W. Williams, Kurt Kroenke and colleagues, with an educational grant from Pfizer Inc. No permission required to reproduce, translate, display or distribute.

FÜR KUNDEN VERFÜGBAR

Diese Intervention mit SwissDTx anbieten

Nutzen Sie dieses evidenzbasierte Programm direkt in Ihrem SwissDTx-Arbeitsbereich, um Ihren Patientinnen und Patienten eine strukturierte Blended-Care-Behandlung anzubieten.
Demo buchen

SwissDTx ist für Blended Care gemacht

SwissDTx setzt die Prinzipien der Blended KVT (bCBT) in die Praxis um. Mit dem Care Cockpit und der Patient App verbindet es Menschen, Daten und Therapie zu einem durchgehenden Ablauf  – vor, während und nach jeder Sitzung.