DASS-21
Zusammenfassung und Aufbau
Der DASS-21 (Depression Anxiety Stress Scales, Kurzform) wurde von Sydney und Peter Lovibond an der University of New South Wales entwickelt. Er ist die Kurzfassung des DASS mit 42 Items und erfasst die negativen emotionalen Zustände Depression, Angst und Stress (Anspannung) mit je sieben Items.
Bei jeder Aussage wird eingeschätzt, wie sehr sie in der letzten Woche zutraf, von «traf gar nicht auf mich zu» (0) bis «traf sehr stark auf mich zu oder die meiste Zeit» (3). Die drei Skalenwerte werden summiert und mit zwei multipliziert, damit sie mit dem vollständigen DASS-42 vergleichbar sind.
Schweregrade (Skalenwert × 2):
Depression: 0–9 normal, 10–13 leicht, 14–20 mittel, 21–27 schwer, ab 28 extrem schwer
Angst: 0–7 normal, 8–9 leicht, 10–14 mittel, 15–19 schwer, ab 20 extrem schwer
Stress: 0–14 normal, 15–18 leicht, 19–25 mittel, 26–33 schwer, ab 34 extrem schwer
Der DASS versteht diese Zustände als Dimensionen, nicht als Kategorien. Die Schweregrade beschreiben, wie weit ein Wert vom Bevölkerungsdurchschnitt abweicht, und sind keine Diagnose.
Eckdaten
Altersgruppe: Erwachsene und Jugendliche ab etwa 14 Jahren
Bearbeitungszeit: ca. 3–5 Minuten
Sprachen in SwissDTx: Deutsch, Französisch, Englisch
Verwendungszweck
Der DASS-21 wird in Psychotherapie, Psychiatrie, Schmerzmedizin, Arbeitsmedizin und Forschung eingesetzt, um Depression, Angst und Stress nebeneinander abzubilden und im Verlauf zu messen. Die Trennung von Stress, Angst und Depression hilft, Interventionen gezielt auszurichten.
Da die drei Skalen in regelmässigen Abständen wiederholt werden können, zeigt der DASS-21, wie sich jede Dimension während der Behandlung verändert, und unterstützt so Entscheide in Blended-Care-Settings.
Hinweise für Fachpersonen
Der DASS-21 ist kein Diagnoseinstrument. Gemäss den Bedingungen der Autoren sind die Ergebnisse für die behandelnde Fachperson bestimmt und sollten mit der Person besprochen statt automatisch interpretiert angezeigt werden.
In SwissDTx werden die drei Skalenwerte und Schweregrade automatisch berechnet und erscheinen nur im Care Cockpit. Die ausfüllende Person sieht keinen Wert. Jede Durchführung endet mit einer Unterstützungskarte mit Notrufnummern.
Autoren
Sydney H. Lovibond
Peter F. Lovibond
Wissenschaftliche Referenzen
Lovibond S.H., & Lovibond P.F. (1995). Manual for the Depression Anxiety Stress Scales (2nd ed.). Sydney: Psychology Foundation of Australia.
Henry J.D., & Crawford J.R. (2005). The short-form version of the Depression Anxiety Stress Scales (DASS-21): Construct validity and normative data in a large non-clinical sample. British Journal of Clinical Psychology, 44(2), 227–239. https://doi.org/10.1348/014466505X29657
Nilges P., & Essau C. (2015). Die Depressions-Angst-Stress-Skalen: Der DASS – ein Screeningverfahren nicht nur für Schmerzpatienten. Der Schmerz, 29(6), 649–657. https://doi.org/10.1007/s00482-015-0019-z
Lizenz
The DASS is in the public domain (Psychology Foundation of Australia, UNSW Sydney). It may be used in closed clinical and research settings in which results go to the professional; computed scores are not shown to the respondent and the scales themselves may not be sold. It is therefore not offered in public self-tests.